• Heute gedenken wir nicht nur der 7.723 Menschen (0,01 % der Bevölkerung), die bisher mit und an Covid-19 verstorben sind.
  • Heute gedenken wir der 324.493 Menschen, die in den letzten vier Monaten, unter anderen Umständen, in unserem Land gestorben sind.
  • Wir denken an alle Kinder, Frauen und Männer, die momentan hinter den steigenden Zahlen für häuslichen Gewalt und Missbrauch stehen.
  • Wir denken an alle alten und pflegebedürftigen Menschen, die isoliert und verängstigt ihre Tage ohne regelmäßigen, geliebten Besuch fristen müssen, welcher sie weder umarmen, noch streicheln und schon gar nicht küssen darf.
  • Wir denken an all die Babys, die aufgrund der Ausgangsbeschränkung und der blank liegenden Nerven, nun vermehrt Schütteltraumatas erleiden.
  • Wir denken an die, die wegen verschobener OPs und abgesagten Therapien verstorben sind.
  • Wir denken an die zahlreichen Obdachlosen und Flüchtlingen, die in der Coronakrise anscheinend völlig vergessen werden.
  • Wir denken an die vielen Menschen, die in eine tiefe Depression gefallen sind, für die jeder Tag immer dunkler wird.
  • Wir denken an die gestiegenen Zahlen von Suizidfällen, weil viele arme Seelen keinen Ausweg mehr sahen.
  • Wir denken an all die Menschen, die jetzt in die Arbeitslosigkeit rutschen oder nun schon gerutscht sind.
  • Wir denken an all die unzähligen Menschen, welche jetzt wirtschaftlich ruiniert werden und wurden.
  • Wir denken an alle Kinder und Jugendlichen, deren Laufbahnen nun durcheinander geraten.
  • Wir denken an alle Betriebe, Firmen, Gaststätten, Hotels, Kinos, Theater, Freizeitparks, Clubs und Bars welche jetzt kurz vor dem aus stehen oder schon aufgeben mussten.
  • Wir denken an all die Menschen, in armen Ländern, die aufgrund der Coronamaßnahmen, nicht wissen, wie sie den Hunger ihrer Kinder und ihren eigenen stillen können (selbst ohne diese Maßnahmen war/ist es für unendlich viele schon schwer, an genug Nahrung zu kommen).
  • Wir denken an die 50 Millionen Menschen, die jedes Jahr in Europa an Grippe erkranken und an die bis zu 640.000 Menschen, die weltweit jährlich an der Grippe versterben.
  • Wir denken an alle Menschen, die in Ländern leben, deren Regierungen ihre Gesundheitssysteme völlig vernachlässigt haben und an alle Menschen, die in Ländern leben, welche diesen Schaden nun mit ausbaden müssen.
  • Wir denken an all die Angst, all die Verzweiflung, all die Unsicherheit und all die Entmündigung die nun vorherrscht.
  • Wir denken an die Welt, wie sie einst war und hoffen, dass dieser Albtraum bald ein Ende hat.

Quellen: Countrymeters, WHO, Amnesty International, statistisches Bundesamt, Leopoldina und RKI